Freiraum

Erfolgreich aus Tradition

Die Geschichte von Boehringer Ingelheim ist eine Geschichte geprägt von langfristigen, starken und erfolgreichen Partnerschaften. Von den ersten Tagen an war dem Firmengründer der Umgang miteinander wichtig, bestimmt von der respekt- und vertrauensvollen Zusammenarbeit innerhalb und mit den Partnern außerhalb des Unternehmens. Dies hat unsere Unternehmenskultur geprägt, die den Menschen in den Vordergrund stellt. Partnerschaften entstehen, wenn man bereit ist, einander zu helfen und sich gegenseitig voranzubringen. Gleichzeitig ist es wichtig, den notwendigen Raum für die individuelle Entwicklung zu schaffen. Boehringer Ingelheim arbeitet seit mehr als 130 Jahren nach diesem Prinzip.

CHRISTIAN BOEHRINGER
Vorsitzender des Gesellschafterausschusses

FREIRAUM FÜR MEHR GESUNDHEIT

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO nutzen 42 Prozent der mexikanischen Landbevölkerung hauptsächlich Holz als Brennstoff zum Heizen und Kochen. Holz zu verbrennen produziert große Mengen gesundheitsschädlicher Schadstoffe, z. B. kleine Rußpartikel, die direkt in die Lunge gelangen. Da die meisten der Häuser nur sehr schlecht belüftet sind, ist die Rußkonzentration dort bis zu hundertmal höher als es gesundheitlich ungefährlich wäre. Das ständige Einatmen dieser Rußpartikel im Haus kann für die Betroffenen, das sind vor allem Frauen und Kinder, zu Erkrankungen wie COPD, Asthma oder Lungenkrebs führen. Boehringer Ingelheim in Mexiko hat sich gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation „Fondo para la Paz“ zum Ziel gesetzt, nicht nur die Lebensqualität von Patienten mit Atemwegserkrankungen zu verbessern, sondern auch die Ursachen der Erkrankungen zu bekämpfen. Seit 2007 hat Boehringer Ingelheim daher mehr als 1.600 ökologische Öfen in ärmeren Gemeinden Mexikos gebaut und somit die Lebensqualität von mehr als 6.000 Menschen enorm verbessert. Das Projekt führt außerdem zu einer Reduktion der Treibhausgase sowie zu einer Verbesserung der CO2-Bilanz.

Freiraum für Kultur: Ernst Boehringer rief 1959 die „Internationalen Tage“ in Ingelheim ins Leben, um Einblicke in das Leben und die Kultur anderer Nationen und Völker zu ermöglichen. Seitdem hat die jährliche Kulturveranstaltungsreihe Besucher durch die Geschichte und rund um den Globus geführt, von der griechischen Antike bis in die Neuzeit.

Freiraum für Patienten-Selbsthilfe: Mitarbeiter von Boehringer Ingelheim in den USA engagieren sich schon lange ehrenamtlich an einer örtlichen Klinik für Menschen, die keine Krankenversicherung haben. 2016 hat die Boehringer Ingelheim Cares Foundation dort zusammen mit Americares ein neues Gesundheitscoaching-Programm ins Leben gerufen. Es ist aus Gesprächen mit Kommunalvertretern über ungedeckte Bedürfnisse entstanden. Spanisch- und englischsprechende Gesundheitscoaches helfen chronisch kranken Patienten in persönlichen Gesprächen, damit sie besser mit hohem Blutdruck, einem hohen Cholesterinspiegel oder Diabetes umgehen und so ihre Gesundheitsziele erreichen können.

Freiraum für mehr Miteinander: Jedes Jahr feiern Menschen mit Behinderung und Mitarbeiter von Boehringer Ingelheim am Standort Biberach das Miteinanderfest. Sie kommen zusammen, um sich kennenzulernen, auszutauschen und voneinander zu lernen. Das Unternehmen kooperiert in Biberach seit mehr als zehn Jahren mit einer örtlichen sozialen Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Mehr als 150 Mitarbeiter haben sich seitdem ehrenamtlich in verschiedenen Projekten eingesetzt.

Freiraum für gute Ideen: Warum nicht Open-Source-Technologie dafür nutzen, preisgünstig elektronisch gesteuerte Prothesen herzustellen? Mit dieser guten Idee erzielte das Team „FunMove“ aus Südkorea 2015 den ersten Platz im „Making More Health Changemaker“- Wettbewerb. Hintergrund des Projekts: Prothetische Gliedmaßen sind in Südkorea meist viel zu teuer im Verhältnis zum durchschnittlichen Einkommen der Bevölkerung. Boehringer Ingelheim hat den Wettbewerb 2014 gemeinsam mit der gemeinnützigen Organisation Ashoka ins Leben gerufen.

Freiraum für Kreativität: Boehringer Ingelheim unterstützt seit 2010 das vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz ins Leben gerufene Projekt „Behinderte Menschen malen“. Ein Höhepunkt ist die jährliche Ausstellung im Ingelheimer Mitarbeiterrestaurant, wo Menschen mit Behinderung ihre Bilder präsentieren.

Freiraum für Familie: Boehringer Ingelheim begann bereits vor dem Ersten Weltkrieg damit, nahe dem Werksgelände in Ingelheim Wohnungen und Häuser für Beschäftigte mit ihren Familien zu errichten.

Freiraum für Zusammenhalt: Zum 25-jährigen Jubiläum 1910 entstand diese Fotomontage mit allen Mitarbeitern des Unternehmens. Das Bild war ein Geschenk der Belegschaft an Albert Boehringer und hing viele Jahre über seinem Schreibtisch.

Freiraum für Erholung: Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland führte Boehringer Ingelheim 1910 bezahlten Urlaub für die Beschäftigten ein.

Freiraum für Ideale: Im September 1913 schrieb Albert junior, der ältere Sohn des Firmengründers, einen Brief an seinen Bruder Ernst, der damals noch zur Schule ging. Er riet dem Jüngeren unter anderem: „Aber sehe deine Ideale nicht allein im Geldverdienen, sondern auch im allgemeinen Wohl, indem Du z. B. als Fabrikant soziale Fürsorge unter deinen Arbeitern ausübst.“