Gemeinsame Stärken nutzen

Mehr als ein Jahr ist es inzwischen her, dass Boehringer Ingelheim die Tiergesundheitssparte Merial vom Wettbewerber Sanofi übernommen hat. Die Integration ist in vollem Gange, alle Weichen sind auf Wachstum gestellt. Denn Boehringer Ingelheim will seine Tiergesundheit bis zum Jahr 2025 zum Marktführer machen.

B oehringer Ingelheim hat eine Vision: Das forschende Pharmaunternehmen will eine Welt erschaffen, in der kein Tier mehr unter einer vermeidbaren Krankheit leidet – weil gezielte Präventionsarbeit hilft, dass sie gar nicht erst entsteht. Denn Boehringer Ingelheim ist überzeugt: Wenn Tiere gesund sind, dann geht es auch den Menschen gesundheitlich besser.

Um diese Vision zu verwirklichen, hat Boehringer Ingelheim im Januar 2017 die Tiergesundheitssparte Merial vom Pharmaunternehmen Sanofi übernommen. Die Übernahme bringt zwei hoch kompatible Portfolios zusammen, um die Wettbewerbsfähigkeit von Boehringer Ingelheim in der Tiergesundheit zu stärken. Durch die Integration von Merial hat sich der Umsatz in der Tiergesundheit mehr als verdoppelt und trägt inzwischen mehr als ein Fünftel zum Konzernumsatz bei. Mit weltweit rund 10.000 Mitarbeitern in dieser Geschäftseinheit bietet Boehringer Ingelheim nunmehr Tiergesundheitsprodukte in über 150 Märkten an.

Merial und Boehringer Ingelheim fügen sich wie Puzzleteile zusammen. Während Boehringer Ingelheim im Nutztierbereich stark ist, bringt Merial eine führende Position bei Kleintieren wie Hund und Katze mit. Durch die Kombination dieser Stärken kann Boehringer Ingelheim das Potenzial des Marktes voll ausschöpfen. Und das ist gewaltig:

  • Prognosen zufolge wird sich der Umsatz im weltweiten Tiergesundheitsmarkt bis zum Jahr 2030 auf 53 Milliarden Euro verdoppeln. Grund dafür ist unter anderem eine wachsende Weltbevölkerung. Bis zum Jahr 2050 werden neun Milliarden Menschen auf der Erde leben und den heutigen Fleischbedarf verdoppeln oder sogar verdreifachen.
  • Durch zunehmende Globalisierung und stärkere Vernetzung von Ländern und Kontinenten könnten ansteckende Tierkrankheiten künftig noch präsenter werden.
  • Ein weiterer Trend: Menschen geben immer mehr Geld für ihre Haustiere aus. Hund, Katze und Co. sind längst zu Familienmitgliedern geworden.
Die Übernahme bringt zwei hoch kompatible Portfolios zusammen, um die Wettbewerbsfähigkeit von Boehringer Ingelheim in der Tiergesundheit zu stärken.
Wenn Tiere gesund sind, dann geht es auch den Menschen gesundheitlich besser.
Eine Welt erschaffen, in der kein Tier mehr unter einer vermeidbaren Krankheit leidet.
Während Boehringer Ingelheim im Nutztierbereich stark ist, bringt Merial eine führende Position bei Kleintieren wie Hund und Katze mit.

Boehringer Ingelheim ist mit seinem integrierten Produktportfolio optimal aufgestellt; es umfasst mehr als 200 Produkte für Hunde, Katzen, Pferde, Schweine, Rinder und Geflügel. Durch die Übernahme von Merial ist Boehringer Ingelheim im internationalen Tiergesundheitsmarkt zum zweitgrößten Anbieter aufgestiegen. Das Ziel für die kommenden Jahre ist gesteckt: Boehringer Ingelheim will bis 2025 zum Marktführer in der Tiergesundheit werden. Bereits heute ist das Unternehmen führend bei Impfstoffen und Antiparasitika. Und auch bei Produkten für Kleintiere, Pferde und Schweine sowie im Bereich der Veterinärmedizin und Verbrauchergesundheit („Veterinary Public Health“) ist Boehringer Ingelheim die Nummer eins.

DIE NEUE TIERGESUNDHEIT: FOKUS AUF PRÄVENTION

Boehringer Ingelheim konzentriert sich in der Tiergesundheit seit jeher stark auf Prävention: Nach der Integration der Tiergesundheitssparte Merial und dank strategischen Partnerschaften wie mit Novozymes kann Boehringer Ingelheim nun noch mehr innovative Lösungen anbieten — heute und in Zukunft.

 

Partnerschaft mit Novozymes

Um die eigene Kompetenz in Sachen Prävention weiter voranzutreiben, ist Boehringer Ingelheim im März 2017 eine strategische Partnerschaft mit dem dänischen Biotechnologieunternehmen Novozymes eingegangen. In den kommenden zehn Jahren wollen die neuen Partner gemeinsam an der Entwicklung lebender Biotherapeutika für Geflügelbrutbetriebe arbeiten. Während Novozymes die Forschungs- und Entwicklungsarbeit verantwortet, wird Boehringer Ingelheim den Vertrieb der innovativen Lösungen übernehmen – das erste Produkt in dieser Reihe ist FLORAMAX®, ein probiotisches Produkt aus dem Novozymes-Portfolio.

Probiotika werden als Alternative zu Antibiotika immer wichtiger. Dabei könnten sie auch in der Präventionsarbeit eine besondere Rolle spielen: Lebende Mikroben können die Darmflora von Geflügel und anderen Tieren günstig beeinflussen und so für einen spezifischen gesundheitlichen Zusatznutzen sorgen. In einigen Fällen können sie eigene Wirkstoffe produzieren, die das Immunsystem stärken. Das erste Probiotikum aus der Allianz von Boehringer Ingelheim und Novozymes befindet sich gerade in der Testphase. Es kommt voraussichtlich 2018 auf den Markt.

NEXGARD® gegen Parasitenbefall

Haben Hunde sich Flöhe eingefangen, wird das für ihre Besitzer schnell zur Herausforderung. Das Ungeziefer gräbt sich tief ins Fell und in die Haut ein und springt gerne auf das Umfeld über. Unbehandelt können Flöhe genauso wie Zecken für ernstzunehmende Gesundheitsprobleme bei Hunden und bei Menschen sorgen. Umso wichtiger ist die Prävention.

Durch die Integration von Merial hat Boehringer Ingelheim nun die Medikamentenfamilie NEXGARD® im Portfolio. NEXGARD® wird als Kautablette mit Fleischgeschmack verabreicht. Es war bei der Markteinführung das erste orale Medikament zur Vorbeugung von Flöhen und Zecken bei Hunden. NEXGARD® ist derzeit das meistverkaufte Kleintierprodukt in der Tiergesundheitsbranche1. In einigen Märkten hat Boehringer Ingelheim kürzlich NEXGARD® SPECTRA eingeführt, das Hunde auch gegen einige Endoparasiten schützt.

Nun gilt es, bei Geflügel und Rindern nachzuziehen. Aber der Wettbewerb im Tiergesundheitsmarkt ist hart.

Ein zentraler Faktor für künftigen Erfolg und Wachstum ist der Bereich Forschung und Entwicklung. Rund 1.200 Wissenschaftler und unterstützende Mitarbeiter forschen weltweit an mehr als 20 Standorten, um Krankheiten einzudämmen, bevor sie überhaupt entstehen. Neben den Kernsegmenten Impfstoffe, Antiparasitika und Pharmazeutika will Boehringer Ingelheim die Bereiche Heimtierpflege, also verschreibungsfreie Medikamente für Kleintiere, Diagnostik und lebende Biotherapeutika ausbauen, um Kunden ein noch breiteres Spektrum an Lösungen bieten zu können.