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DIE MACHT DER INFLUENCER
In sozialen Netzwerken sind sie längst nicht mehr wegzudenken, unternehmensintern jedoch ein neues Phänomen: Influencer. Boehringer Ingelheim in Japan hat das Konzept aufgegriffen und auf das forschende Pharmaunternehmen zugeschnitten. Mehr als 150 junge Mitarbeiter, sogenannte Change Champions, treiben jetzt die im Jahr 2017 ausgerollten Prinzipien der Zusammenarbeit intern voran: Agility, Accountability und Intrapreneurship (kurz: AAI). Die Change Champions sind in einem Netzwerk miteinander verbunden und fungieren als Vermittler, Influencer, Geschichtenerzähler und Vorreiter. Ohne Vorgaben von oben entwickeln sie Ziele, steuern Initiativen und suchen dann den Austausch mit ihren Kollegen. Im Praxistest entwickelte sich eine sehr positive Dynamik, von der alle Seiten profitieren. Da ist es nicht verwunderlich, dass die zweite Generation der Change Champions schon in den Startlöchern steht.

 

DIE MACHT DER INFLUENCER
In sozialen Netzwerken sind sie längst nicht mehr wegzudenken, unternehmensintern jedoch ein neues Phänomen: Influencer. Boehringer Ingelheim in Japan hat das Konzept aufgegriffen und auf das forschende Pharmaunternehmen zugeschnitten. Mehr als 150 junge Mitarbeiter, sogenannte Change Champions, treiben jetzt die im Jahr 2017 ausgerollten Prinzipien der Zusammenarbeit intern voran: Agility, Accountability und Intrapreneurship (kurz: AAI). Die Change Champions sind in einem Netzwerk miteinander verbunden und fungieren als Vermittler, Influencer, Geschichtenerzähler und Vorreiter. Ohne Vorgaben von oben entwickeln sie Ziele, steuern Initiativen und suchen dann den Austausch mit ihren Kollegen. Im Praxistest entwickelte sich eine sehr positive Dynamik, von der alle Seiten profitieren. Da ist es nicht verwunderlich, dass die zweite Generation der Change Champions schon in den Startlöchern steht.

 

Im vergangenen Jahr hat Boehringer Ingelheim zahlreiche Projekte voran getrieben, die sich um die unterschiedlichsten Themen drehen. Aber — eines haben sie alle gemeinsam: aufgeschlossene Mitarbeiter mit Sinn für Verantwortung, die konsequent und erfinderisch Antworten auf den Wandel gesucht und gefunden haben.

AFRIKA KOMMT!

Die „Afrika kommt!“-Initiative macht es Spezialisten aus Afrika möglich, sich mit Managern großer deutscher Firmen auszutauschen und gemeinsam etwas zu verändern. Als eines der Gründungsmitglieder unterstützt Boehringer Ingelheim die Initiative zur Förderung von Diversität bereits seit 2008. Der Pharmazeut Simon Manyara aus Kenia war im Rahmen des Programmes für acht Monate beim forschenden Pharmaunternehmen in Ingelheim zu Gast. Nach seinem Stipendium ist Simon nun weiter bei Boehringer Ingelheim tätig und unterstützt verschiedene Projekte im Bereich Unternehmensstrategie und Entwicklung.

DEN PATIENTEN BESSER VERSTEHEN LERNEN

Was ist den Patienten wichtig? Wo liegen unerfüllte Bedürfnisse und wie kann die Forschung hier konkret ansetzen? Um solchen Fragen auf den Grund zu gehen, hat Boehringer Ingelheim im März 2017 in den USA das „Scorecard Project“ ins Leben gerufen. Acht funktionsübergreifende Teams richten ihre Blicke weit über die Therapiegebiete des forschenden Pharmaunternehmens hinaus — in sehr enger Zusammenarbeit mit den Patienten selbst. Das Ziel ist es, klinische Studien zu verbessern und ein tieferes Verständnis für die Bedürfnisse der Patienten zu erlangen. Dabei kommen sowohl Umfragen und individuelle Patientengespräche als auch moderierte Chats auf einer digitalen Beratungsplattform zum Einsatz.

VIRTUELLE SCHWEINE

Schweine tummeln sich auf dem Werksgelände von Boehringer Ingelheim. Sehen kann die Tiere aber nur, wer eine spezielle Brille trägt. Die Hololens von Microsoft ermöglicht es, interaktive 3D-Projektionen in der direkten Umgebung darzustellen. Über Gesten lassen sich die Schweine steuern, bei Berührung ist sogar ein leises Grunzen zu hören. Ein solches Tool könnte Landwirte künftig visuell dabei unterstützen, ihren Tieren Medikamente zu verabreichen. Allerdings ist dies noch Zukunftsmusik. Ziel von Boehringer Ingelheim und dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) war es, in einem dreimonatigen Pilotprojekt zu testen, welche Möglichkeiten diese neue Technologie überhaupt bietet. Ein IT-Mitarbeiter hatte über die spezielle Intranetplattform „Accelerate“ eine Förderung dieses innovativen agilen digitalen Ansatzes beantragt. Boehringer Ingelheim gab den Zuschlag und förderte die Entwicklung des Piloten mit 50.000 Euro.

ZUSAMMEN SOZIALE INNOVATION FÖRDERN

Im Oktober 2017 kamen auf dem Boehringer Ingelheim-Campus in Ingelheim zwei Tage lang 267 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern zusammen. Ihr gemeinsames Ziel war es, den zukünftigen Erfolg der Making More Health-Initiative (MMH) voranzutreiben. Seit der Gründung 2010 durch Boehringer Ingelheim und Ashoka fördert MMH soziale Innovation weltweit, lotet unkonventionelle Partnerschaften sowie Geschäftsmodelle aus und ermutigt Mitarbeitende von Boehringer Ingelheim. Auf der „MMH Convention“ hatten die Teilnehmer die Möglichkeit zu netzwerken, sich über innovative lokale und internationale MMH-Projekte zu informieren und neue Kooperationen zu initiieren. Drei Säulen bildeten den Rahmen: die gemeinsame Arbeit als Bindeglied zwischen sozialer Verantwortung und Wirtschaft, die soziale Innovation durch 85 Sozialunternehmer im MMH-Netzwerk und die Förderung von unternehmerischem Denken auch innerhalb des Unternehmens. Dieses Changemaker-Programm stellt einen innovativen Weg zur Entwicklung von Führungsqualitäten dar. Im Rahmen der Veranstaltung gab es eine Ausstellung, verschiedene Workshops, Erfolgsgeschichten, Podiumsdiskussionen und Interviews.

SCHNELLERE ENTWICKLUNG VON IMMUNONKOLOGISCHEN THERAPIEN

Die Kombination von immunonkologischen Ansätzen spielt in der Krebsforschung bei Boehringer Ingelheim eine wichtige Rolle. Die Strategie ist es dabei insbesondere, für das körpereigene Abwehrsystem nicht erkennbare Tumore so zu markieren, dass diese vom Immunsystem erkannt und angegriffen werden können — ein Vorgang, den man als „Überführung von kalten in heiße Tumore“ bezeichnet. Die Forscher konzentrieren sich dabei auf neue Therapiekonzepte, die für Patienten mit schwierig zu behandelnden Krebsarten der Lunge oder des Magen-Darm-Traktes einen echten Therapiedurchbruch bedeuten können. Lungenkrebs ist trotz vieler bedeutender Therapiefortschritte in der letzten Zeit immer noch Todesursache Nummer eins bei Krebserkrankungen. Tumore des Magen-Darm- Traktes haben in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung zugenommen und gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen in Asien. Um die Ergebnisse aus der onkologischen Forschung schnell zum Patienten zu bringen, arbeitet Boehringer Ingelheim bei klinischen Studien eng mit dem Sarah Cannon Cancer Research Institute aus den USA zusammen. Die Kompetenz dieses Partners hilft dem forschenden Pharmaunternehmen dabei, die geeigneten Patienten zu erkennen und in den Studien optimal zu betreuen, um so schnell zu hochwertigen und aussagekräftigen Ergebnisse zu kommen. Das Ziel von Boehringer Ingelheim ist es dabei immer, die Entwicklung innovativer Krebsmedikamente für Patienten mit hohem therapeutischen Bedarf zu beschleunigen.

RIDGEFIELD LEBT VIELFALT VOR

Eine offene, unvoreingenommene Denkweise braucht ein entsprechendes (Arbeits-)Umfeld: Boehringer Ingelheim hat deshalb den Standort Ridgefield in den USA umgerüstet. Auf dem „Inclusive Campus“ ist nun von den Arbeits- und Parkplätzen bis hin zu sanitären Anlagen alles auf Diversity & Inclusion ausgerichtet. Ein weiteres Beispiel ist das neu gestaltete Auditorium mit Zugang für Rollstuhlnutzer und technischer Unterstützung für Mitarbeitende mit Hörbehinderung. Die Belegschaft in Ridgefield hatte das Projekt selbst angestoßen und auch die Umsetzung in die Wege geleitet. Es zeigt eindrücklich, welche Veränderungen Teams hervorrufen können, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

IPF IN EINER 3D–UMGEBUNG ENTDECKEN

Häufig ist es schwierig, die Symptome der seltenen Erkrankung idiopathische Lungenfibrose richtig zu deuten, dabei ist gerade hier eine schnelle Diagnose entscheidend. In Dänemark hilft jetzt ein Virtual-Reality-Lernspiel Ärzten dabei, ihre Wahrnehmung zu schärfen — beispielsweise indem sie in der virtuellen Welt verschiedene Lungengeräusche interpretieren oder gesundes und an IPF erkranktes Lungengewebe untersuchen. Das Marketing-Team von Boehringer Ingelheim in Dänemark hat das Spiel im vergangenen Jahr in Rekordzeit entwickelt, damit es auf dem alljährlich stattfindenden Treffen der dänischen Lungenärzte zum ersten Mal zum Einsatz kommen konnte.

ZWÖLF STÄDTE IN ZWÖLF MONATEN

Arbeitnehmer von heute wünschen sich Flexibilität und eine gesunde Balance zwischen Beruf und Privatleben. Innovative Unternehmen wie Boehringer Ingelheim haben diesen Wandel erkannt und nutzen Programme wie „Remote Year“ zur Unterstützung und als Inspiration. „Remote Year“ ist ein Entwicklungsprogramm, das es Fachleuten, Freelancern und Unternehmern aus der ganzen Welt ermöglicht, ein Jahr lang zusammenzuarbeiten und zu reisen — in insgesamt zwölf verschiedene Städte weltweit. „Remote Year“ verspricht persönliches und berufliches Wachstum, indem die Teilnehmer voneinander lernen und in verschiedene fremde Kulturen und Geschäftsumfelder eintauchen. Anne-Madeleine Kleinwächter, Global Senior Managerin Leadership Development bei Boehringer Ingelheim, ist die erste Mitarbeiterin des Pharmaunternehmens, die am „Remote Year“ teilnimmt. Anne-Madeleines Reiseplan umfasst aufstrebende und reife Märkte wie Prag, Lissabon, Kyoto, Kuala Lumpur, Chiang Mai, Buenos Aires und Mexico City. Bild: Anne-Madeleine mit Kolleginnen bei der Arbeit im japanischen Kyoto.

EHRGEIZIGES BAUVORHABEN

Hier ist Geschwindigkeit gefragt: Boehringer Ingelheims neues Produktionswerk für den Tascheninhalator RESPIMAT® im spanischen Sant Cugat soll schon im September 2019 die Arbeit aufnehmen. Im Juni 2017 erfolgte der erste Spatenstich. Der Weg dahin hatte die eine oder andere Hürde mit sich gebracht. Letztendlich war es aber den Projekt- und Ingenieurteams gelungen, alle Fristen einzuhalten und die Baugenehmigung von den lokalen Behörden zu erhalten. In Sant Cugat wird Boehringer Ingelheim künftig pro Jahr 20 bis 25 Millionen Kartuschen für den RESPIMAT®-Inhalator fertigen und das Gesamtprodukt verpacken.

INITIATIVE FÜR SCHLAGANFALLPATIENTEN

Alles begann im Oktober 2014 in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort entstand mit Unterstützung von Boehringer Ingelheim das erste Schlaganfallzentrum in der Region META, die den Mittleren Osten, die Türkei und Afrika umfasst. Schnell breitete sich die „META Stroke Initiative“ über den Rest der Region aus. Da es bei der Therapie von Schlaganfallpatienten auf jede Sekunde ankommt, hat sich die Initiative zum Ziel gesetzt, Schlaganfall-Kompetenzzentren in der gesamten Region zu schaffen und so Wissen und Erfahrung lokal zu verbreiten. So gelang es, die Thrombolyserate von 0,001 Prozent bei Gründung der Initiative auf drei Prozent im vergangenen Jahr zu steigern. Die Initiative konzentriert sich auf 19 Länder. Im Vorstand der Initiative sind insgesamt 14 Spezialisten aus acht der teilnehmenden Länder vertreten. Zusammen mit Boehringer Ingelheim und den Gesundheitsbehörden will die Initiative das öffentliche Bewusstsein für das Thema Schlaganfall schärfen. Inzwischen ist es gelungen, die Zahl der behandelten Schlaganfallpatienten von rund 1.400 im Jahr 2015 auf mehr als 10.000 im Jahr 2017 zu steigern. Schlaganfälle sind rund um den Globus auf dem Vormarsch. Die „META Stroke Initiative“ ist Teil der von Boehringer Ingelheim ins Leben gerufenen “Angels Initiative”, die mit führenden Schlaganfallorganisationen und -experten zusammenarbeitet. Ziel ist es, die akute Schlaganfallversorgung von Patienten in aller Welt zu verbessern.

AUS ZWEI WIRD EINS

Für die Tiergesundheit von Boehringer Ingelheim war 2017 ein Jahr der Veränderung. Zwei ehemalige Wettbewerber wurden eins, aus bisher Fremden wurden Kollegen und Vorgesetzte. Um möglichst schnell zusammenzuwachsen, haben die Mitarbeiter der Boehringer Ingelheim-Tiergesundheit auf den Philippinen das „Camp ONE“ organisiert. Bei dieser Teambuilding-Aktivität war nicht nur mentale Agilität gefragt. Allen war bewusst, dass der Zusammenschluss für jeden Einzelnen heißt, sich aus der eigenen Komfortzone zu bewegen. Mit Erfolg: Die neue Tiergesundheit auf den Philippinen konnte sich bereits in der zweiten Jahreshälfte über ein deutliches Umsatzplus freuen.

DEN POSITIVEN EFFEKT AUF DIE GESUNDHEIT ZEIGEN

Ergebnisse wissenschaftlicher Zulassungsstudien zu kommunizieren und die komplexen Daten in auch fur Laien verständliche Sprache zu übertragen, stellt zunehmend eine große Herausforderung dar. Um bei Big Data nicht den Überblick zu verlieren, hat Boehringer Ingelheim die Entwicklung der unternehmensinternen App „Health Impact – Care for Patients“ (HI-CAP) ins Rollen gebracht. Sie macht messbar, wie vielen Patienten das forschende Pharmaunternehmen mit seinen Produkten weltweit bereits geholfen hat. Ein engagiertes Team aus Statistikern und Datenexperten hat sich der Aufgabe angenommen. Entstanden ist eine Applikation, die das abstrakte Konzept des öffentlichen Nutzens anschaulich aufbereitet. Der auf der „R Shiny“-Technologie basierende HI-CAP-Rechner gibt die geschätzte Anzahl der durch die Einnahme von Boehringer Ingelheim-Medikamenten verhinderten Ereignissen oder gewonnenen Lebensjahren aus. Diese Berechnungen berucksichtigen alle Einflüsse und sind sowohl transparent als auch wissenschaftlich fundiert. Zunächst werden interne Spezialisten von Boehringer Ingelheim aus den Bereichen Medical Affairs und Marketing den HI-CAP-Rechner nutzen. HI-CAP ist dabei weitaus mehr als nur ein innovatives Gadget. Die App übersetzt hoch komplexe technische Details, die auf klinischen Studien und Vertriebsdaten von Medikamenten basieren, in leicht verständliche grafische Elemente – heruntergebrochen auf einzelne Länder. So zeigt die App, welch großen positiven Einfluss die Medikamente von Boehringer Ingelheim auf das Leben von Patienten haben.