GEMEINSAM HINDERNISSE ÜBERWINDEN

Die Defeat-NDC-Partnerschaft ist eine öffentlich-private Partnerschaft unter dem Dach der Vereinten Nationen. Sie setzt sich für das nachhaltige Entwicklungsziel 3.4 der Vereinten Nationen ein, die Sterblichkeit aufgrund von nicht übertragbaren Krankheiten bis 2030 um ein Drittel zu senken – durch Prävention und Behandlung sowie die Förderung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens.

Inmitten einer weiten Grassteppe steht eine Gruppe von Menschen vor großen, weißen Pavillons an. Während es langsam vorangeht, schauen sich viele um und überlegen, wann sie an der Reihe sein werden. Viele waren stundenlang unterwegs, bevor sie hier ankamen. Ihr gemeinsames Ziel ist eine Untersuchungsstation für nicht übertragbare Krankheiten (NCDs) in Kigali, Ruanda. In den Pavillons entnimmt medizinisches Personal unter anderem Blutproben und misst den Blutdruck. Für viele Patienten ist es die erste Untersuchung seit langer Zeit.

Patienten in ressourcenarmen Gebieten stoßen bei der Versorgung auf viele Hindernisse, wie mangelnde Prävention oder fehlender Krankenversicherungsschutz, eine unzureichende Gesundheitsinfrastruktur oder Versorgungsprobleme. Um diese Hindernisse abzubauen und Leben zu retten, braucht es viele verschiedene Unterstützer – Regierungen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Versorgungsnetzwerke und Unternehmen der Gesundheitsversorgung.

Aufgrund anhaltender Gesundheitskrisen intensiviert Boehringer Ingelheim die Unterstützung nachhaltiger, multilaterale Partnerschaften. Dazu gehört die Kooperation mit dem Ausbildungs- und Forschungsinstitut der Vereinten Nationen, der Weltgesundheitsorganisation und anderen Mitgliedern der Partnerschaft zur Bekämpfung nicht übertragbarer Krankheiten (Defeat-NCD-Partnerschaft).

Seit 2019 unterstützt die Defeat-NCD-Partnerschaft die Gesundheitsministerien von Ruanda und Myanmar, die nationale Aktionspläne gegen NCDs eingeführt haben, darunter Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen, Krebs und Atemwegserkrankungen.

In Myanmar werden bis 2022 mehr als 11 Millionen Menschen dazu Zugang erhalten; in Ruanda werden es bis 2025 4,8 Millionen Menschen sein. Im Jahr 2021 verstärkt die Partnerschaft ihre Unterstützung in Gambia, Nepal, Bhutan, Indien, Ecuador und den karibischen Staaten. Bis Ende des Jahrzehnts sollen insgesamt 90 weitere Länder folgen.

Der Erfolg zeigt, dass Partnerschaften zu umfassenden, langfristigen Lösungen für bedürftige Patienten führen können. Die Partner stellen Unterstützung und Finanzmittel bereit, teilen Risiken und verbessern Prozesse. Damit verbunden sind finanziell nachhaltige Modelle und ein verbesserter Zugang zu Gesundheitsversorgung.

Während über Kigali die Nacht hereinbricht, werden die letzten Patienten für heute untersucht. Auch wenn viele bei guter Gesundheit sind, wurden bei einigen Erkrankungen diagnostiziert, von denen sie bislang nichts wussten. Heute hier gewesen zu sein ist für sie der erste Schritt auf dem Weg zu der Gesundheitsversorgung, die sie brauchen.