UNSERE ENGAGIERTEN

Mitarbeitende von Boehringer Ingelheim engagieren sich für ihre Mitmenschen – beruflich wie privat. Auch im Umgang mit der COVID-19-Pandemie haben viele Kolleginnen und Kollegen großen Einsatz bewiesen. Fünf inspirierende Beispiele aus aller Welt.

SPANIEN: ROSA MORELL NÄHT SCHUTZMASKEN

Die COVID-19-Pandemie hat auch Spanien hart getroffen. Besonders viele Fälle gab es in den Städten – so auch in Valencia, der Heimatstadt von Rosa Morell. Sie arbeitet bei Boehringer Ingelheim im Außendienst und belegt seit einigen Jahren in ihrer Freizeit Nähkurse. Als es in Valencia im März 2020 die ersten COVID-19-Fälle gab, fragte die Leiterin des Kurses die Teilnehmenden, ob sie Schutzmasken nähen möchten. „Für uns war das kein Problem, schließlich können wir alle gut nähen“, sagt Morell. Sie teilten sich in drei Gruppen auf: „Eine Gruppe schneidet Stoffe und Gummibänder, eine andere Gruppe näht die Masken und wieder andere liefern sie aus", erzählt Morell. Auf diese Weise haben die fleißigen Schneider bislang rund 100.000 Masken genäht: für Kliniken, die gemeinnützige Organisation Caritas, die Feuerwehr und die Polizei. „Als COVID-19 ausgebrochen ist, wollte ich helfen und wusste nicht wie”, sagt Morell. „Doch seit ich mit dem Maskennähen angefangen habe, will ich gar nicht mehr aufhören.“ Was Morell besonders stolz macht: Der Bürgermeister von Valencia hat ihrer Nähgruppe nun die Ehrenmedaille der Stadt verliehen.

USA: ROBB KOCIOL HILFT BEIM IMPFEN GEGEN COVID -19

Robb Kociol ist Arzt. Als im Frühjahr 2020 in New York City die Infektionszahlen wie an kaum einem anderen Ort der Welt in die Höhe schnellten, eilte der US-Amerikaner, der als Executive Director und Medical Expert bei Boehringer Ingelheim arbeitet, zur Hilfe. Kociol leistete 13-Stunden-Schichten in einem großen Krankenhaus ab, für die er von Boehringer Ingelheim eine bezahlte Freistellung erhielt. Gemeinsam mit anderen Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften half er Patienten auf der COVID-19- Intensivstation. „Es war mir eine Herzensangelegenheit“, erzählt Kociol. „Die Situation in New York hat mich extrem schockiert, aber ich hatte das Gefühl, wirklich etwas Positives beitragen zu können.“

Dies tut er auch weiterhin – und zwar in seiner Freizeit am Wochenende. Er unterstützt seit Anfang Januar 2021 die COVID-19-Impfungen und hat ehrenamtlich erste Fachkräfte aus dem Medizinbereich geimpft. „Eine sehr erfüllende Aufgabe“, sagt Kociol.

INDIEN: SANJAY GULANI VERTEILT LEBENSMITTEL

Sanjay Gulani hat schon früh von seinen Eltern gelernt, wie wichtig soziales Engagement ist. „Meine Eltern haben mir als Kind beigebracht, dass sich Menschen gegenseitig unterstützen sollten“, sagt Gulani, der als Gebietsvertriebsleiter in Ahmedabad im Bundesstaat Gujarat arbeitet. Schon lange engagiert sich Gulani bei der gemeinnützigen Organisation Radha Soami Satsang Beas (RSSB), die Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt. Die Stadt Ahmedabad war einer der Orte an denen RSSB mit der Verteilung von Lebensmittelpaketen begann. Gulani unterstützt das Team dort. Während der COVID-19-Pandemie liefert RSSB statt 5.000 Essensrationen rund 45.000 Pakete pro Tag aus. Gulani unterstützt das RSSB-Team seit dem Beginn der Krise jedes Wochenende. „Wenn das Leben uns die Möglichkeit bietet, anderen zu helfen, sollten wir es tun“, sagt Gulani.

NORWEGEN: ANNE HUNSTAD HILFT AUF DER KRANKENSTATION

Als sich im April 2020 COVID-19 in Norwegen ausbreitete und der Druck auf das Gesundheitssystem immer größer wurde, wusste die gelernte Intensivkrankenschwester Anne Hunstad: Sie will zurück auf die Krankenstation. Vor ihrem Wechsel zu Boehringer Ingelheim hatte sie viele Jahre in einem Krankenhaus in der Nähe von Oslo gearbeitet. Jetzt wollte sie ihren ehemaligen Kolleginnen und Kollegen in der Krise beistehen. Denn in norwegischen Krankenhäusern herrscht Personalmangel. „Um einen COVID-19-Patienten, der beatmet wird, müssen sich immer zwei Fachkräfte kümmern“, erklärt Hunstad, die im Frühjahr 2020 zu 80 Prozent im Krankenhaus und zu 20 Prozent als Pflegepädagogin bei Boehringer Ingelheim gearbeitet hat. Für sie waren die ersten Wochen im Krankenhaus sehr emotional: Sie betreute Patienten, die keinerlei Kontakt zur Außenwelt haben durften. Das Arbeiten in voller Schutzkleidung war anstrengender, als sie erwartet hatte. Sie musste zusehen, wie ein Patient an COVID- 19 starb. Trotzdem ist es Hunstad wichtig, eine positive Einstellung zu behalten. Sie sagt: „Wenn wir sehen, dass sich der Zustand eines Patienten bessert, merken wir: Die harte Arbeit lohnt sich.“ Als im November 2020 die Zahl der COVID-19-Patienten erneut stark anstieg, hat sie ohne zu zögern ihren Dienst im Krankenhaus wieder aufgenommen.

AUSTRALIEN: ANIKA KUEHLING LEISTET ÄLTEREN MENSCHEN GESELLSCHAFT

Es ist fast zwei Jahre her, dass Anika Kuehling Albina und Hildegard kennengelernt hat – zwei Seniorinnen aus einem Altenheim in Melbourne. Beide hatten keine Freunde und keine Familie mehr in der Stadt und fühlten sich oft einsam. „Ich denke schon lange selbst darüber nach, wie es ist, im Alter allein zu sein“, sagt Kuehling, die als Außendienstmitarbeiterin bei Boehringer Ingelheim arbeitet. Deshalb beschloss sie, die beiden Damen einmal pro Woche zu Kaffee und Kuchen zu besuchen. Sie wurde zu einem festen Bestandteil im Leben der beiden. Hildegard ist im Herbst vergangenen Jahres im Alter von 94 Jahren gestorben, und Albina bräuchte ihre junge Freundin Anika wahrscheinlich nötiger denn je. Doch wegen der COVID-19-Pandemie waren für viele Monate persönliche Treffen auf Eis gelegt. Die beiden tranken trotzdem weiter gemeinsam Kaffee, nun jede vor einem Bildschirm, verbunden per Videoanruf. „Die Pandemie trifft die alten Menschen am stärksten, weil sie häufig keine Freunde und Verwandten mehr haben oder diese weit entfernt wohnen“, sagt Kuehling. Für Albina ist der Austausch oft das Highlight der Woche. Und es ist nicht nur die Seniorin, die sich über die Gespräche freut. Kuehling sagt, dass sie viel lernen kann von einem älteren Menschen wie Albina, die in ihrem Leben schon viel erlebt hat. „Sie zeigt mir oft, dass meine eigenen Probleme nur ganz klein sind.“

WELTWEIT IM EINSATZ GEGEN DIE COVID - 19 PANDEMIE

Mit seinem globalen Unterstützungsprogramm steht Boehringer Ingelheim Gesundheitseinrichtungen und Gemeinden weltweit bei der Bewältigung der COVID-19-Pandemie zur Seite. Das Programm ruht auf vier Säulen:
SPENDEN

Boehringer Ingelheim stellt sieben Millionen Euro in Form von Geld- und Sachspenden für die globale Pandemiebekämpfung zur Verfügung.

MAKING MORE HEALTH FONDS

Boehringer Ingelheim hat einen Hilfsfonds von 580.000 Euro eingerichtet, um das globale „Making More Health“-Netzwerk, bestehend aus Sozialunternehmern und deren Gemeinden in Kenia und Indien, zu unterstützen.

FORSCHUNG

Boehringer Ingelheim forscht an möglichen Therapieoptionen für COVID-19-Patienten. Zusätzlich engagiert sich das Unternehmen in internationalen Initiativen wie dem CARE-Konsortium oder dem Therapeutics Accelerator der Bill-und- Melinda-Gates-Stiftung.

EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT

In vielen Gemeinden sind freiwillige Helfer unerlässlich. Boehringer Ingelheim bietet seinen weltweit rund 52.000 Beschäftigten die Möglichkeit, eine voll bezahlte Freistellung von bis zu zehn Tagen in Anspruch zu nehmen, um externe Organisationen im Kampf gegen COVID-19 zu unterstützen.