ARBEIT VON MORGEN

Die Arbeit verändert sich – nicht erst seit der COVID-19-Pandemie. Auch Boehringer Ingelheim wandelt sich und gestaltet aktiv die Zukunft der Arbeit: von Virtual-Reality-Trainings über Smart-Working-Gebäude bis zu neuen Arbeitsmodellen.

IN DER PRODUKTION: VIRTUAL REALITY IN DER AUS- UND FORTBILDUNG

Die Arzneimittelherstellung ist sehr komplex und stellt besondere Anforderungen an die Mitarbeitenden. Um die komplexen Maschinen bedienen zu können, werden Aus- und Weiterbildung in der Produktion immer wichtiger. Um das Lernerlebnis und den Lernerfolg zu verbessern, setzt Boehringer Ingelheim dabei immer häufiger auf Virtual Reality. Ein Beispiel: Um seine Mitarbeitenden für die neue Tablettenfabrik Solids Launch Factory in Ingelheim fit zu machen, führt das Unternehmen bereits vor Inbetriebnahme der neuen Fabrik Trainings an virtuellen Maschinen durch. „Wir beschäftigen uns schon länger mit dem Thema Virtual Reality in der Aus- und Weiterbildung. Der Druck, Inhalte und Lernformate anzupassen und weiterzuentwickeln, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen“, sagt Holger Holakovsky, der die Feststoffproduktion am Standort Ingelheim leitet und für eines der Pilotprojekte im Bereich Virtual Reality verantwortlich ist. Virtual Reality bietet entscheidende Vorteile gegenüber konventionellen Trainingsmethoden: Alle können in ihrer individuellen Geschwindigkeit lernen, unterschiedliche Sinne werden angesprochen und das Erlernte haftet besser im Gedächtnis. Hinzu kommt ein positiver Nebeneffekt: Mitarbeitende, die mit der Digitalisierung noch fremdeln, werden sportlich und spielerisch an das Thema herangeführt.

AM STANDORT: RAUM FÜR AUSTAUSCH UND ZUSAMMENARBEIT

Die Konzeption und Gestaltung von Büroräumen hat unmittelbaren Einfluss auf das Wohlergehen der Mitarbeitenden. Dabei ist die Digitalisierung einer der wichtigsten Treiber für die Raumkonzepte. „Wir wollen unseren Kolleginnen und Kollegen eine Arbeitsumgebung bieten, die ihren Bedürfnissen nach flexibler, transparenter und effektiver Zusammenarbeit in einer hochgradig vernetzen Welt gerecht wird“, sagt Hagen Mörbel, Head of Business Process Excellence in Deutschland. Die Neugestaltung des Arbeitsalltags bei Boehringer Ingelheim kann von Land zu Land und von Team zu Team unterschiedlich aussehen. In Lyon (Frankreich) und Ridgefield (USA) gibt es beispielsweise kaum noch Einzelbüros. Auch am Unternehmenssitz in Ingelheim tut sich einiges: Dort hat Boehringer Ingelheim Ende 2020 ein neues Smart-Working-Bürogebäude in Betrieb genommen, in dem bis zu 1.000 Mitarbeitende in modernster Umgebung arbeiten können. Das neue Bürogebäude ist auf sechs Etagen nach verschiedenen Zonen strukturiert, in denen sich die Mitarbeitenden abhängig von ihrer Aufgabe aufhalten. So gibt es beispielsweise „Co-Working Zones“, „Multi-Use“ oder „Quiet Zones“. Auch an anderen Standorten entstehen Büros für kreatives und kooperatives Arbeiten, mit dem Ziel, mehr Austausch und Zusammenarbeit zwischen den Kolleginnen und Kollegen zu ermöglichen und zufriedene Mitarbeitende zu haben.

Im neuen Smart-Working-Gebäude in Ingelheim arbeiten Mitarbeitende in modernster Büroumgebung.
IM AUSSENDIENST: NAH BEI DEN PARTNERN TROTZ COVID - 19

Für ein forschungsgetriebenes biopharmazeutisches Unternehmen wie Boehringer Ingelheim ist der kontinuierliche Austausch mit Ärztinnen und Ärzten besonders wichtig. Hierbei kommt dem Außendienst eine Schlüsselfunktion zu. Die COVID-19-Pandemie hat weltweit die Möglichkeiten des persönlichen Kontaktes in der Gesundheitsbranche vor neue Herausforderungen gestellt – verschiedene Länder sind und waren in unterschiedlichem Maße betroffen. Um weiterhin nah bei den Medizinern zu bleiben, ging das Unternehmen neue Wege. „Vor COVID-19 war ich jeden Tag unterwegs, sieben bis zehn Termine mit Ärztinnen und Ärzten in Kliniken waren der Standard. Im Verlaufe der Pandemie konnten viele Kolleginnen und Kollegen in den Praxen nur noch rund die Hälfte der Ärzte besuchen, in den Klinken war der Anteil noch deutlich geringer“, erklärt Andrea Wagner, Pharmareferentin bei Boehringer Ingelheim. Seit Frühjahr 2020 tauscht sich Wagner deshalb vor allem per Videochat, E-Mail oder am Telefon mit Ärzten und Klinikleitern aus. Das klappe an vielen Stellen gut, sei aber weniger persönlich als Vor-Ort-Termine. „Sicherlich werden wir in Zukunft die digitalen Möglichkeiten häufiger nutzen, dennoch liegt auch künftig der Fokus auf dem persönlichen Kontakt mit dem Kunden“, so die Pharmareferentin.

Andrea Wagner arbeitet im Außendienst. Während der COVID-19-Pandemie besucht sie Ärztinnen und Ärzte meist virtuell.

„WIR KÖNNEN UNS NOCH KLARER POSITIONIEREN“

Zufriedene und motivierte Mitarbeitende sind entscheidend für den Erfolg von Boehringer Ingelheim. Deshalb hat das Unternehmen jetzt eine neue Abteilung gegründet, die sich intensiv mit der strategischen Perspektive der Themen Culture und People befasst. Heiko Schmidt, der Leiter von Culture and People Strategy, erklärt, wie Boehringer Ingelheim Mitarbeitende weiterentwickelt und sich im Wettbewerb um die besten Talente durchsetzt.

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