EINE PERFEKTE ERGÄNZUNG

Boehringer Ingelheim sieht enormes therapeutische Potenzial in der Stammzellenforschung. Deshalb hat das Unternehmen im Juli 2020 das belgische Biotech-Unternehmen Global Stem cell Technology (GST) übernommen. Prof. Dr. Jan Spaas, der Gründer von GST, und sein Team sind nun ein wichtiger Teil des Bereichs Tiergesundheit bei Boehringer Ingelheim.

Prof. Dr. Jan Spaas war professioneller Springreiter und ist Gastdozent für Tiermedizin an der Universität Gent in Belgien.
Jan, bevor Sie Teil von Boehringer Ingelheim wurden, bestand bereits eine Partnerschaft mit dem Unternehmen. Warum haben Sie sich entschieden, den nächsten Schritt zu gehen?

Beide Unternehmen haben bereits seit dem Jahr 2018 zusammengearbeitet. Wir waren überzeugt, dass Boehringer Ingelheim eine perfekte Ergänzung zur Erreichung unseres medizinischen Anspruchs ist. Uns verbindet eine gemeinsame Kultur, die gleichen Vorstellungen und das Streben nach qualitativ hochwertigen Innovationen. Boehringer Ingelheim bringt sehr viel Wissen mit, das unsere Forschung beschleunigen kann.

Wie waren die ersten Monate bei Boehringer Ingelheim?

Teil von Boehringer Ingelheim zu sein, ist ein großes Abenteuer für mich. Plötzlich habe ich über 51.000 Kolleginnen und Kollegen – zuvor waren es lediglich 14 gewesen. Seit der Übernahme habe ich viele neue Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen kennengelernt. Alle sind sehr hilfsbereit, teilen ihr Wissen und geben mir Ratschläge. Und sie fragen, wie sie uns am besten bei unserer Arbeit unterstützen können.

Was hat Sie am meisten beeindruckt?

Kurz nach der Übernahme habe ich den Forschungs- und Entwicklungsstandort in Biberach besucht, um die Forschung im Bereich Humanpharma besser zu verstehen. Dort wurde mir klar, wie groß die Synergien zwischen Humanpharma und Tiergesundheit sein können. In bestimmten Themenfeldern arbeiten wir bereits regelmäßig mit den Teams dort zusammen.

Welche Vorteile ergeben sich aus dieser Zusammenarbeit zwischen Humanpharma und Tiergesundheit?

Wir sind davon überzeugt, dass es viele Synergien bei der Stammzelltherapie gibt. Bereits seit Jahren forschen, entwickeln und produzieren wir Lösungen, um orthopädische Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen bei Tieren zu behandeln. Zusätzlich beginnen wir jetzt mit einigen Projekten, zu denen auch unsere Kollegen aus dem Bereich Humanpharma beitragen können. Das zeigt, wie sich Humanpharma und Tiergesundheit gegenseitig bereichern können.

Was dürfen wir in den kommenden Monaten noch erwarten?

In der Tiergesundheit untersuchen wir artenübergreifende wissenschaftliche und therapeutische Synergien. Früher haben wir uns sehr stark auf Pferde konzentriert. Aber gemeinsam können wir nun auch andere Arten untersuchen.