GEMEINSAM FÜR GLOBALE HERZGESUNDHEIT

Viele wissen, dass das Herz der am stärksten arbeitende Muskel im Körper ist. Weniger bekannt ist, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die das Herz und die Blutgefäße betreffen, heute weltweit die häufigste Todesursache sind. Boehringer Ingelheim und seine Partner haben sich daher der Herausforderung gestellt, das Leben von Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern.

Die World Heart Federation (WHF) setzt sich dafür ein, vorzeitige Todesfälle auf Grund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern und den Behandlungszugang zu verbessern. Jean-Luc Eiselé leitet die WHF seit Mai 2017. In diesem Interview spricht er über die Bedeutung von Partnerschaften für die Arbeit seiner Organisation.

Warum ist die Herzgesundheit ein so wichtiges Thema?

Eiselé: Herzkrankheiten sind die häufigste Todesursache und fordern jährlich fast 18 Millionen Menschenleben. Wir wissen, dass bis zu 80 Prozent der vorzeitigen Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermeidbar sind.

Die weltweite Stärkung der Herzgesundheit ist ein gemeinsames Ziel der World Heart Federation und der Allianz von Boehringer Ingelheim und Eli Lilly and Company. Wie können wir dieses Ziel gemeinsam erreichen?

Eiselé: Partnerschaften können jedes Jahr Millionen von Menschenleben retten, indem sie uns dabei helfen, stärkeres Bewusstsein für das Thema zu erzeugen. Seit 2019 konnten wir gemeinsam mit der Allianz von Boehringer Ingelheim und Lilly die Herzgesundheit von Menschen mit und ohne Diabetes durch Aufklärungsinitiativen wie dem Weltherztag verbessern.

Am Weltherztag schließen sich Tausende von Menschen aus der ganzen Welt zusammen, um das Bewusstsein für Herzgesundheit zu schärfen. Unter dem Motto „Use Heart“ des Weltherztages 2020 konnten wir gemeinsam mit der Allianz mehr als 425 Millionen Menschen erreichen, bei denen Diabetes diagnostiziert wurde. Wir konnten sie dadurch besser über Herz-Kreislauf-Erkrankungen informieren und ihnen erklären, warum es wichtig ist, das Herz zu schützen, um länger und gesünder zu leben. Schätzungen gehen davon aus, dass knapp 215 Millionen Menschen mit Diabetes leben, ohne dass die Krankheit bislang diagnostiziert wurde. Daher sind Partnerschaften wie die mit der Allianz der Schlüssel, um Menschen mit und ohne Diabetes aufzuklären und ihre Ärzte aufzusuchen. Das Ziel ist ein gesundes Herz.

Wie wichtig sind solche Partnerschaften wie die mit der Allianz von Boehringer Ingelheim und Lilly für die World Heart Federation?

Eiselé: Partnerschaften sind entscheidend, um die Reichweite der World Heart Federation zu vergrößern. Damit können wir durch Aufklärung und Prävention die Sterblichkeit bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

Durch die Partnerschaft mit der Allianz von Boehringer Ingelheim und Lilly können wir mehr Patientengeschichten erzählen und die über zwei Milliarden Menschen inspirieren, die den Weltherztag verfolgen. Darüber hinaus sind wir durch die Zusammenarbeit mit der Allianz in der Lage, Gesprächsrunden entlang unserer Roadmap zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes durchzuführen. Diese Gespräche bringen Personen aus Gesundheitsberufen mit Regierungsvertretern, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und der Industrie zusammen, um einen ganzheitlichen, patientenzentrierten Ansatz zu entwickeln, der die Besonderheiten der nationalen Gesundheitssysteme berücksichtigt.

„Im Bereich Humanpharma bei Boehringer Ingelheim streben wir danach, innovative Therapien zu entwickeln, die das Leben von Patienten verändern. Wir setzen auf die Kraft von Partnerschaften, die Kreativität unserer Mitarbeitenden und die Vielfalt der Köpfe.“
Carinne Brouillon
Mitglied der Unternehmensleitung Humanpharma
Halten Sie es für wichtig, Patienten in die Forschung über Herzinsuffizienz und Diabetes einzubeziehen, und wenn ja, warum?

Eiselé: Die Patienten und ihre Herzgesundheit stehen im Mittelpunkt unserer Bemühungen und sind der Grund, warum es die World Heart Federation gibt. Wir arbeiten regelmäßig mit Patientengruppen zusammen und beteiligen sie an Forschungsarbeiten und Kampagnen zu Diabetes und Herzinsuffizienz. Aktuell sind wir dabei, eine einzigartige Zusammenarbeit mit pharmazeutischen Unternehmen bei der Diabeteskontrolle und -prävention anzuführen. Dabei konzentrieren wir uns auf Kommunikation, stärkeres Bewusstsein und Entstigmatisierung. Wir glauben, dass es Zeit ist für eine konzertierte Anstrengung zur Bekämpfung von Diabetes als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und COVID-19.

Unsere Vision ist Herzgesundheit für alle. Deshalb stehen Patienten und Menschen mit erhöhtem Risiko im Zentrum jeder Initiative. Unsere Arbeit ist evidenzbasiert, verständlich und interessant, weil wir die Geschichten der Patienten erzählen. Ohne Patienten gäbe es keinen Fortschritt.

Wenn Sie über die Einstellung von Führungskräften nachdenken:Was ist aus Ihrer Sicht eine notwendige „ Superkraft“, die Organisationen wie die World Heart Federation und ihre Partner brauchen, um für die Zukunft gerüstet zu sein?

Eiselé: Wir müssen agil und innovativ sein und andere inspirieren können. Unser starkes Netzwerk und unser gesamter Erfolg basieren auf unserer Glaubwürdigkeit. Wir haben diese Glaubwürdigkeit, weil wir als globale Organisation evidenzbasiert arbeiten und neuere Entwicklungen in der Wissenschaft berücksichtigen. Wir arbeiten mit Partnern wie der Allianz von Boehringer Ingelheim und Lilly zusammen, weil sie führend und innovativ sind. Dies ebnet den Weg für andere, die sich unserer wichtigen Mission anschließen.

Was macht Ihnen an der Arbeit als CEO der World Heart Federation am meisten Freude?

Eiselé: Das Herz ist das erste Vitalzeichen, und das einzige Organ, das wir hören und fühlen können. Es ist leicht, sich dafür zu begeistern. Aber es ist nicht leicht, wirklich etwas für Millionen von Menschen zu verändern. Und doch ist es gerade diese Aufgabe, die mich am meisten inspiriert. Wir vereinen eine Vielzahl von Organisationen und Unternehmen mit teils gegensätzlichen Zielen im Rahmen einer Mission, der Herzgesundheit. Das bedeutet mir sehr viel. Es ist sehr erfüllend zu sehen, wie unser Team und unser Board es schaffen, die globale Gemeinschaft zum Thema Herz-Kreislauf zusammenzubringen und so nachhaltig die Versorgung und Prävention zu verbessern. Es ist unsere Aufgabe, andere zu inspirieren. Wir nehmen eine Vorreiterrolle bei der Wissensvermittlung, der Kommunikation, Politik und der Veränderung des persönlichen Verhaltens ein.

10 Jahre Allianz von Boehringer Ingelheim und Lilly

Im Januar 2011 gaben Boehringer Ingelheim und Eli Lilly and Company eine Allianz bekannt, die sich auf Wirkstoffe konzentriert, die mehrere der größten Behandlungsklassen von Typ-2-Diabetes umfassen.


Die Allianz hat seitdem die Stärken von zwei der weltweit führenden pharmazeutischen Unternehmen genutzt, um sich auf die Bedürfnisse der Patienten zu konzentrieren. Neben der Versorgung von Menschen mit Typ-2-Diabetes geht es der Allianz auch darum, die Potenziale für die Erforschung anderer Bereiche mit ungedecktem medizinischem Bedarf aufzuzeigen. Drei erfolgreiche Produkte sind aus dieser Allianz hervorgegangen: TRAJENTA® (Linagliptin) wurde 2011 auf den Markt gebracht, JARDIANCE® (Empagliflozin) 2014 und BASAGLAR® (Insulin glargin) 2016.

Im Jahr 2015 war Empagliflozin der erste SGLT-2-Hemmer, der in der wegweisenden kardiovaskulären EMPA-REG- OUTCOME®-Studie bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und etablierter kardiovaskulärer Erkrankung einen positiven Einfluss auf die kardiovaskuläre Mortalität zeigte. Basierend auf diesen bahnbrechenden Ergebnissen wurden klinische Studien wie die EMPEROR-Studie oder EMPA-KIDNEY initiiert, um die Auswirkungen von Empagliflozin auf Menschen mit Herzinsuffizienz oder chronischer Nierenerkrankung mit und ohne Typ-2-Diabetes zu untersuchen. Mit der EMPEROR-Reduced-Studie im Jahr 2020 hat die Allianz den ersten Schritt in Richtung einer Behandlungsoption für Erwachsene mit Herzinsuffizienz unternommen.

„Wir sind stolz darauf, dass wir als Teil der Allianz das Leben von Menschen mit Diabetes entscheidend verbessern können.“
Michael B. Mason
Präsident von Lilly Diabetes
„Wir freuen uns auf die nächsten bedeutenden Meilensteine bei der Fortsetzung unseres spannenden und wichtigen Weges, um das Leben von Menschen mit Herz-Niere-Stoffwechselerkrankungen zu verbessern.“
Ivan Blanarik
Leiter des Therapiegebiets Cardio, Metabolism & Respiratory bei Boehringer Ingelheim

GEMEINSAM AUCH GEGEN SELTENE KRANKHEITEN

Wer an den seltenen Hautkrankheiten generalisierte pustulöse Psoriasis (GPP) oder palmoplantare Pustulose (PPP) erkrankt, leidet physisch und psychisch. Boehringer Ingelheim forscht aktuell an einem Wirkstoff mit dem Ziel, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

mehr lesen