KAMPF FÜR DAS AUGENLICHT

Millionen Menschen weltweit sind von Netzhauterkrankungen betroffen. Entsprechend hoch ist der medizinische Bedarf. Deshalb arbeitet Boehringer Ingelheim mit externen Partnern an zahlreichen neuen Behandlungsmöglichkeiten.

Erkrankungen der Netzhaut haben einen enormen Einfluss auf das Leben der Betroffenen. Sie schränken sie bei Alltagsaufgaben wie Lesen und Autofahren ein und begrenzen ihre Unabhängigkeit. Der Zugang zu Therapien sowie relevanten und hilfreichen Informationen ist deshalb sehr wichtig.

Für Boehringer Ingelheim ist der Bereich Retinal Health ein relativ neues Therapiegebiet. Das Unternehmen arbeitet mit Partnern aus der Wissenschaft und der Biotechnologie zusammen, um Technologien für maschinelles Lernen und neuartige Medikamentenverabreichungssysteme zu entwickeln. Ziel ist es, bestehende Behandlungsmethoden zu verbessern und neue Therapien zu entwickeln.

„Externe Partnerschaften und Kooperationen ermöglichen uns, das Potenzial unserer eigenen Pipeline mit den Stärken unserer Partner zu kombinieren und so entscheidende Fortschritte bei der Behandlung von Netzhauterkrankungen zu erzielen“, betont Dr. Ulrike Gräfe-Mody, Global Head of Retinal Health. „Wir haben im Jahr 2020 unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Netzhauterkrankungen weiter ausgedehnt. Die ersten Substanzen befinden sich bereits in der klinischen Entwicklung.“

Gegenwärtig unterhält Boehringer Ingelheim weltweit eine Vielzahl an Kooperationen. Beispielhaft sind die Partnerschaften mit Inflammasome Therapeutics und CDR-Life. „Unser Ziel ist es, unseren Wirkstoff mithilfe des neuartigen Verabreichungssystems von Inflammasome Therapeutics direkt im Auge zu platzieren. Dort wird er nach und nach freigesetzt. Damit ließen sich die notwendigen Krankenhaustermine verringern. Aktuell müssen Patienten mit feuchter altersbedingter Makuladegeneration alle vier bis acht Wochen ins Krankenhaus kommen, zukünftig nur einmal jährlich. Damit ließen sich die Wirksamkeit der Behandlung sowie die Lebensqualität der Menschen nachhaltig verbessern“, erläutert Dr. Victor Chong, Global Head of Medicine Retinal Health bei Boehringer Ingelheim. „Gemeinsam mit CDR-Life arbeiten wir an der Entwicklung einer Antikörperfragment-basierten Therapie für Geografische Atrophie, der trockenen Form der Makuladegeneration. Aktuell gibt es für diesen schweren Verlauf der Makuladegeneration noch keine zugelassene Behandlung.“

Besonders wichtig für die Entwicklung neuer Therapieoptionen sind auch Partnerschaften mit nationalen und internationalen Patientenorganisationen wie Retina International. Dabei steht die Förderung der Forschung von seltenen, vererbten und altersbedingten Netzhauterkrankungen im Vordergrund. Außerdem ermöglicht der Verband seinen Mitgliedern den Zugang zur Früherkennung und zu neuen Behandlungsmethoden. Natürlich spielt auch die Information und Aufklärung über Netzhauterkrankungen eine wichtige Rolle. „Bei unseren Partnerschaften mit Patientenorganisationen stehen die Bedürfnisse der Patienten in unseren Strategien und Aufklärungskampagnen im Vordergrund. Boehringer Ingelheim profitiert dabei vom direkten Kontakt zu den Patienten und ihren Angehörigen“, erklärt Richard Pitt, Global Patient Advocacy Relations. „Dadurch können wir unsere Medikamente und Dienstleistungen weiter optimieren. Wir sind in der Lage, bei Behandlungsmöglichkeiten den ungedeckten Bedarf zu erkennen und an der Verbesserung der Lebensqualität der Patienten zu arbeiten.“

Als Dachorganisation mit Sitz in Dublin, Irland, verleiht Retina International seit Jahrzehnten mehr als 40 von Patienten geführten Wohltätigkeitsorganisationen und Stiftungen eine Stimme.