TIERGESUNDHEIT DER NÄCHSTEN GENERATION

Als einer der führenden Anbieter von Tiergesundheitsprodukten unterstützt Boehringer Ingelheim weltweit Tierärzte, Haus- und Nutztierbesitzer sowie Gesundheitsbehörden. Dabei setzt das Unternehmen auf sein globales Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk, Synergien mit dem Bereich Humanpharma und externe Partner.

Arthritis, Diabetes, Bluthochdruck. Viele Menschen kennen jemanden, der eine dieser Krankheiten hat. Durch innovative pharmazeutische Produkte lässt sich ihre Lebensqualität verbessern. Gleichzeitig finden sich diese Krankheiten auch bei immer mehr Hunden und Katzen. Um auch bei Tieren medizinische Lösungen für Krankheiten wie diese zu finden, setzt Boehringer Ingelheim auf krankheits- und systemzentrische Ansätze. So können Krankheiten in größeren Populationen und artenübergreifend erforscht und bislang ungenutzte Synergien zwischen den Bereichen Humanpharma und Tiergesundheit erschlossen werden. Wie wichtig diese Verbindungen sind, zeigt auch das Thema Zoonosen: Zwei Drittel der neu auftretenden menschlichen Infektionskrankheiten sind zoonotisch, werden also von Tieren auf Menschen übertragen. Boehringer Ingelheim rechnet künftig mit weiteren Fortschritten bei der Prävention und der Behandlung. Dieser interdisziplinäre Ansatz für Humanpharma und Tiergesundheit ist einzigartig und hebt das Unternehmen von den meisten Wettbewerbern ab. Dabei ist dieser Ansatz sehr naheliegend, wie Jean Scheftsik de Szolnok, Mitglied der Unternehmensleitung mit Verantwortung für die Geschäftseinheit Tiergesundheit, erläutert: „Das Leben von Menschen und Tieren ist auf tiefgreifende und komplexe Weise miteinander verbunden. Mit diesem interdisziplinären Ansatz schaffen wir Werte durch Innovation und verbessern das Wohlbefinden von Mensch und Tier.“

Im Laufe der Jahre haben diese Synergien bereits zu verschiedenen, innovativen und erfolgreichen Produkten geführt. Im Jahr 2018 brachte Boehringer Ingelheim beispielsweise SEMINTRA® auf den Markt, ein Produkt, mit dem sich systemischer Bluthochdruck bei Katzen kontrollieren lässt und das einen Angiotensin-IIRezeptorblocker verwendet – den gleichen Wirkstoff wie das Medikament MICARDIS®, das bei essenzieller Hypertonie bei Menschen eingesetzt wird. Mit solchen Mitteln, die Bluthochdruck effektiv kontrollieren, können nicht nur Menschen, sondern auch ihre Haustiere ihr Leben länger genießen. Das Unternehmen rechnet damit, solche Synergien zukünftig noch schneller zu finden.

„Partnerschaften und Kooperationen zählen zu den wirkungsvollsten Wegen, Innovationen für die Tiergesundheit zu erzielen.“
Jean Scheftsik de Szolnok
Mitglied der Unternehmensleitung für Tiergesundheit
Die Disease Map als Herzstück globaler Innovation

Diese Synergien sind kein Zufall. Für ein forschungsgetriebenes Unternehmen wie Boehringer Ingelheim ist das weltweite Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk der Innovationstreiber. „Zukünftig wollen wir bahnbrechende Therapien in Bereichen mit ungedecktem Bedarf entdecken, entwickeln und umsetzen“, erläutert Prof. Dr. Erik Haaksma, Leiter Globale Forschung und Entwicklung Tiergesundheit bei Boehringer Ingelheim. So hat Boehringer Ingelheim im Jahr 2020 mit der Umsetzung einer tiefgreifenden Innovationsstrategie begonnen. Grundlage hierfür ist die sogenannte Disease Map.

Sie bietet einen umfassenden Überblick über die Krankheiten der wichtigsten Tierarten und der einzelnen Regionen. Die Disease Map ist zentral bei der Suche nach innovativen Lösungen, da sie wichtige Fokusbereiche bei Impfungen, Antiparasitika und Therapien identifiziert. Wie ein Kompass navigiert sie Forschende in neue Richtungen und damit zu vielversprechenden neuen Synergien, ungedecktem Bedarf, Forschungspotenzial und Zukunftsmärkten. Zum Jahresende 2020 bildet die erste Version der Disease Map bereits fast 2.500 bekannte Erkrankungen ab. Entsprechend baut der Bereich Globale Innovation aktuell sechs regionale Zentren an strategisch günstigen Standorten auf. Jedes regionale Zentrum konzentriert sich auf bestimmte Bereiche, was eine effiziente Ressourcennutzung ermöglicht.

WELTKARTE REGIONALE ZENTREN

Die Kraft der Partnerschaften

Ergänzend zu diesen internen Entwicklungen führen gemeinsame Innovationen mit externen Partnern zu mehr bahnbrechenden Lösungen: Im September 2020 hat Boehringer Ingelheim eine Kapitalbeteiligung an der New Ruipeng Group (NRP Group) erworben. Die NRP Group bietet digitale und klinische Dienstleistungen für Haustiere in China an und war zuvor bereits ein strategischer Partner. David Gocken, Leiter Tiergesundheit für den chinesischen Markt bei Boehringer Ingelheim, beschreibt die Entwicklung so: „Es ist deutlich geworden, dass wir durch diese Zusammenarbeit noch schneller mehr Innovationen auf den chinesischen Haustiermarkt bringen können. Wir wollen unsere aktive Rolle auf diesem dynamischen und schnelllebigen Markt weiter ausweiten.“ Eine weitere strategische Partnerschaft, die durch eine Übernahme eine neue Ebene erreicht hat, ist die Zusammenarbeit mit GST.

Im Oktober 2020 hat Boehringer Ingelheim darüber hinaus eine Partnerschaft mit Henke-Sass bekanntgegeben. Diese Kooperation mit einem führenden Medizintechnik-Anbieter in Deutschland hat bereits zur Entwicklung einer innovativen intramuskulären Injektionslösung ohne Nadel für Schweine geführt.

EINE PERFEKTE ERGÄNZUNG

Boehringer Ingelheim sieht enormes therapeutische Potenzial in der Stammzellenforschung. Deshalb hat das Unternehmen im Juli 2020 das belgische Biotech- Unternehmen Global Stem cell Technology (GST) übernommen. Prof. Dr. Jan Spaas, der Gründer von GST, und sein Team sind nun ein wichtiger Teil des Bereichs Tiergesundheit bei Boehringer Ingelheim.

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