Aufbruch in unbekanntes Terrain

Innovative Behandlungen im neu gegründeten Therapiegebiet entwickeln:
Bei Boehringer Ingelheim wird Retinopathie zur Pionierarbeit.

Wenn man mit Dr. Ulrike Gräfe-Mody über Augen spricht, wird ihre Leidenschaft für dieses Thema schnell deutlich. „Wussten Sie, dass wir durch die Augen etwa 80 Prozent der Informationen erhalten, was um uns herum passiert? Stellen Sie sich vor, wie das für einen Menschen mit einer Netzhauterkrankung sein muss, der mit Sehstörungen oder gar Erblindung zurechtkommen muss“, schildert die Leiterin der Abteilung Retinopathie. „Das schränkt unsere Fähigkeit, für uns selbst oder andere zu sorgen, direkt ein.“

Unser Fokus liegt darauf, das Leben von Menschen mit Netzhauterkrankungen zu verbessern.

Dr. Ulrike Gräfe-Mody

Nach wie vor besteht hier ein hoher, bislang ungedeckter medizinischer Bedarf an wirksamen und sicheren Therapien. Das hat Boehringer Ingelheim dazu motiviert, in das Gebiet der Netzhauterkrankungen einzusteigen. „Wir sahen zunächst die Chance, Menschen mit Augenerkrankungen als Folge von Diabetes zu helfen. Deshalb haben wir mit der Erforschung des diabetischen Makulaödems und der diabetischen Retinopathie begonnen. Im weiteren Verlauf fanden wir neue Mechanismen und Moleküle mit breiterer Anwendung über diabetische Augenerkrankungen hinaus“, berichtet Dr. Remko Bakker, Leiter der Indikationsgruppe Retinopathie.

Patienten mit Netzhauterkrankungen sind in ihrem Alltag sehr stark eingeschränkt und laufen Gefahr, im weiteren Krankheitsverlauf vollständig zu erblinden.

Seitdem wurden grundlegende Fortschritte erzielt. Aktuell baut Boehringer Ingelheim ein umfassendes Pipeline-Portfolio im Bereich der Netzhauterkrankungen auf. Die ersten drei Wirkstoffe befinden sich bereits in der klinischen Entwicklung. Das Forschungsteam nutzt hierzu bereits vorhandene Erkenntnisse und Erfahrungen aus anderen Bereichen der Humanpharma im Unternehmen. Der Austausch mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Fachgebiet sowie externe Partnerschaften sind weitere Schlüsselkomponenten der Innovationsstrategie von Boehringer Ingelheim. Ein Beispiel hierfür ist die im September 2019 gestartete Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Unternehmen Inflammasome Therapeutics. Ihre innovative Verabreichungstechnologie mit einem lang wirkenden, biologisch abbaubaren intravitrealen Implantat ist eine sinnvolle Ergänzung für die Pipeline von Boehringer Ingelheim. „Unser Fokus liegt darauf, das Leben von Menschen mit Netzhauterkrankungen zu verbessern“, erklärt Gräfe-Mody. „Wir haben den Ehrgeiz, die Behandlungsmöglichkeiten von Netzhauterkrankungen durch bahnbrechende Therapieansätze und Technologien zu revolutionieren.“