Pionierarbeit jenseits des Geschäfts

Innovative Medikamente allein machen Menschen noch nicht gesund. Dazu braucht es ein funktionierendes Gesundheitssystem, das Wirtschaft und Gesellschaft nur gemeinsam auf den Weg bringen können. Wichtig sind gut ausgebildete Ärzte, kompetente Behörden, ein gerechtes Krankenversicherungssystem, informierte Patientinnen und Patienten und vieles mehr. Disziplinübergreifend sind es außerdem Menschen mit Pioniergeist, die den Unterschied machen. Sie finden in Boehringer Ingelheim einen verlässlichen Partner.

Dr. Isabelle Buschulte & Dr. Dr. Frederik Grünenfelder

Weltweite Tollwut-Initiative

„Tollwut ist eine tödliche Viruserkrankung, die von Tieren auf Menschen übertragen wird. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Tollwut als eine der tödlichsten Infektionskrankheiten der Welt ein. Weltweit stirbt alle zehn Minuten ein Mensch an Tollwut; 40 Prozent davon sind Kinder. Die meisten Betroffenen leben in Ländern mit niedrigem Einkommen.“

Da eine Impfung von Hunden die beste verfügbare Maßnahme gegen eine Verbreitung darstellt, haben Isabelle Buschulte und Fredrik Grünenfelder von Boehringer Ingelheim 2019 ein Tollwut-Impfprogramm in Nepal angestoßen. Auf diese Art leisten sie einen wichtigen Beitrag zum WHO-Ziel, bis 2030 Tollwut bei Menschen auszurotten.

Mukul Bhola

Defeat-NCD-Partnerschaft

Die Defeat-NCD-Partnerschaft, eine öffentlich-private Partnerschaft unter dem Dach der Vereinten Nationen, ist eine mutige Reaktion auf eines der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen: Bis 2030 die Frühsterblichkeit aufgrund von nicht ansteckenden Krankheiten (NCD) durch Prävention und Behandlung um ein Drittel zu senken und die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden zu fördern.

„Ich bin zutiefst dankbar und freue mich über die Gelegenheit, die Defeat-NCD-Partnerschaft als Geschäftsführer zu leiten und mit einem engagierten Partner wie Boehringer Ingelheim zusammenzuarbeiten. Wir bekämpfen nicht ansteckende Krankheiten, die heutzutage die häufigste Todesursache sind. Außerdem werden wir in den über 90 von uns priorisierten, ärmeren Ländern den Zugang und die Erschwinglichkeit von guter medizinischer Versorgung verbessern, damit alle Menschen mit nicht ansteckenden Krankheiten die Chance auf ein gesundes und produktives Leben haben.“

Germano Garrido

Semear Institute, „Young Seeds“-Initiative

„Da nur 15 Prozent der brasilianischen Bevölkerung über einen Hochschulabschluss verfügt, hat der Zugang zu Bildung in Brasilien hohe Priorität. Menschen ohne Abschluss haben ein viel größeres Risiko, in der Armutsfalle gefangen zu sein: niedriges Einkommen, Kinderarbeit, geringes Bildungsniveau, niedrige Produktivität, und damit schießt sich der Kreis.“

Damit junge Erwachsene aus diesem Teufelskreis ausbrechen können, haben sich Germano und das Semear Institute mit Boehringer Ingelheim zusammengetan, um einige der besten Schüler aus den ärmsten Gegenden Brasiliens zu finden, zu unterstützen und für ihre Initiative zu gewinnen. Boehringer Ingelheim fördert „Young Seeds“ durch Stipendien, Mentoren und Netzwerkarbeit, damit sie wachsen und zu einem dauerhaften, positiven Einfluss für ihre Gemeinschaft werden können.

Isadore Day

„Bimaadzwin“

„In Kanada und in der ganzen Welt stehen indigene Völker vor ganz besonderen Herausforderungen im Kampf gegen nicht ansteckende Krankheiten. Früher wurden sie zu wirkungslosen oder kulturell unangebrachten medizinischen Maßnahmen gezwungen. Ein ergebnisorientierter Aktionsplan muss lokale Besonderheiten berücksichtigen, mehr leisten als nur Medikamente zu verabreichen und eine nachhaltige Partnerschaft mit indigenen Gesundheitsexperten aufbauen.“

Boehringer Ingelheim setzt sich gemeinsam mit „Bimaadzwin“, einer Organisation indigener Kanadier, die die verschiedenen Bevölkerungsgruppen und die Politik zusammenbringt, für bessere Rahmenbedingungen für die indigene Gesundheitsversorgung ein.

Femke Smeets

„Tiba Yako“: integrierte Gesundheitsleistungen über das Handy

Die „Tiba-Yako“-App verbessert den Zugang zu medizinischer Versorgung für Menschen mit niedrigem Einkommen in Kenia. Mit dieser mobilen Technologie können Patientinnen und Patienten ihren Blutdruck und ihre Blutzuckerwerte zu Hause überwachen, die Ergebnisse digital an ihren Arzt schicken, Beratung zu ihrer Behandlung und Rezepte erhalten und über die App Geld für medizinische Behandlungen erhalten und bezahlen. Diese App wurde 2019 von Boehringer Ingelheim und PharmAccess eingeführt.

Dabei handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation, die sich für einen verbesserten Zugang zu guter medizinischer Versorgung in Afrika einsetzt. Das integrierte Gesundheitsleistungsmodell bietet Vorteile für Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende im Gesundheitswesen und auch für Kostenträger.

Dr. Jeremiah Laktabai

„Ampath“

„Menschen zu helfen bedeutet so viel mehr als nur die medizinische Behandlung. Erst wenn wir die Behandlung mit Ernährungsberatung, Familienunterstützung, Information, Beratungsdiensten, Krankenversicherung, Ernährungs- und Einkommenssicherheit und Selbstversorgung kombinieren, können wir wirklich Leben zum Positiven verändern.“

Chronische Krankheiten werden in Afrika südlich der Sahara ein immer größeres Problem. „Ampath“-Mitarbeitende klären Menschen in Kenia über gesunde Verhaltensweisen auf und führen Screenings zu Diabetes und Bluthochdruck durch, damit die Menschen die benötigte Behandlung priorisieren und bezahlen können. Bis Ende 2019 wurden 70.000 Menschen in Westkenia gescreent. Die Partnerschaft zwischen Boehringer Ingelheim und „Ampath“ besteht seit Januar 2019.